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Okt 07

Uggs grau sale

Und dann machte Osario noch eine merkwürdige Erfahrung: „Ich bin Frauen in flachen Schuhen begegnet, die sich dafür entschuldigten, nur weil ich ein Schuhdesigner bin. Das hat mich zum Nachdenken angeregt – und ich fragte mich, ob es einen Markt für schöne und sexy Flats gibt und ob das nicht eine Chance für mich wäre.“War es. Wie auch die „Mittelhöhe“. Die Oma-Höhe. „In der Mode waren Schuhe früher entweder extrem hoch – wie es viele, überwiegend männliche Designer gern mögen – oder flach, und das waren meistens Sneaker. Da war nicht viel dazwischen. Und was es gab, war recht altmodisch und langweilig“, erzählt der junge Unternehmer mit der schwarzen Mähne und einem strahlend weißen Jackett.

 

Wir unterhalten uns am Rande der „Mindful“-Luxuskonferenz von Suzy Menkes und Condé Nast in Muskat im Oman, Edgardo trägt Slipper, die aussehen, als wären sie aus dem Teppich im Konferenzraum gefertigt. „Zufall“, lacht er. Selbstverständlich gibt es bei Aquazzura auch schöne Schuhe mit mittlerem Absatz – Absatztreiber auch sie.Suzy Menkes hatte ihn auf der Bühne vorgestellt mit den Worten: „Edgardo, Sie sind wohl nicht der erste Designer, der eine Verbindung zwischen Sex und Schuhen sieht, aber Sie dürften der glamouröseste sein.“ Das bezieht sich auf die Allüre der Schuhe, aber auch auf den Stil, den er und Ricardo D’Almeida Figueiredo vorleben. Sie sind reizend, unaffektiert, zuvorkommend, aber ähnlich wie Alessandro Michele von Gucci hegen sie ein Faible für große Dekoration. Das erste Aquazzura-Geschäft eröffneten sie 2014 im Erdgeschoss des prächtigen Palazzo Corsini in Florenz aus dem 16.

Jahrhundert, der Zeit Papst Clemens’ VII.Es ist auch der Firmensitz. „Ich wollte meiner eigenen Linie einen italienischen Charakter verleihen, und der Palazzo Corsini ist das ideale Zuhause für ein italienisches Modehaus.“ Und die Erfüllung eines Traums. Seit zwölf Jahren lebt Osario in Florenz, eine seiner liebsten Eisdielen liegt unweit vom Palazzo. „Immer, wenn ich mir ein Eis kaufte, dachte ich: Vielleicht werde ich irgendwann einmal dort wohnen oder irgendetwas damit machen.“ Er kannte das Gebäude, seine Fresken und Dekorationen von Einladungen. Inzwischen geht er von dort aus zum Eiskaufen.Das Geschäft war aber eher Zufall. „Wir suchten nach einer neuen Büroräumlichkeit und es gab einen Zugang von der Straße – also dachten wir, machen wir doch mehr daraus. Der Raum war seit 50 Jahren nicht benutzt worden, während wir die Deckerenovierten, stellten wir fest, dass es darunter noch Fresken aus dem 18. Jahrhundert gab. Zum einen war ich sehr glücklich über dieses Geschenk. Zum anderen jedoch dauerten die Arbeiten wesentlich länger als geplant.“

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